Was ist Frühförderung - Wie funktioniert sie?
Ziel der Frühförderung ist es, die Entwicklung des Kindes anzuregen und optimal zu unterstützen, sowie die Eingliederung des Kindes und seiner Familie in ihr soziales Umfeld zu fördern.
Alle notwendigen Schritte gestalten wir im Dialog mit den Eltern. Ihre Kompetenz gilt es einzubeziehen und zu stärken. Das emotionale Gleichgewicht des Kindes und der betroffenen Familie stehen im Mittelpunkt, wobei das besondere Maß von Angst, Schuldgefühlen oder Belastung zu berücksichtigen ist, welches für die Eltern meist mit der Behinderung oder Entwicklungsverzögerung ihres Kindes verbunden ist.
Frühförderung erfolgt in der Regel in Form einer wöchentlichen Einzelförderstunde und kann entweder im gewohnten Umfeld des Kindes, also in der elterlichen Wohnung oder in der Kindertagesstätte des Kindes (mobile Frühförderung) oder in den Räumen der Frühförderstelle stattfinden (ambulante Frühförderung).
Das Kind wird von einer unserer Mitarbeiterinnen (Heilpädagogin, Pädagogin oder Psychologin) über einen längeren Zeitraum regelmäßig betreut. Eine Förderstunde dauert 45 Minuten und beinhaltet die spielerische Förderung des Kindes entsprechend seinen individuellen Bedürfnissen in folgenden Bereichen:
• Bewegung (Sitzen, Krabbeln, Laufen, Gleichgewicht, Koordination ...)
• Geschicklichkeit (Greifen, Hantieren, Malen, ...)
• Wahrnehmung (Sehen, Hören, Tasten, Körperwahrnehmung...)
• Denken (Wissen, logisches Denken, Merkfähigkeit, Phantasie, ...)
• Sprache (Mundmotorik, Sprachverständnis, Sprechen, Wortschatz, Mimik, ...)
• Sozialverhalten (Spielen, Aktivität, Selbständigkeit, Selbstvertrauen, Kontaktverhalten, ...)
• Lernverhalten (Konzentration, Ausdauer, Anstrengungsbereitschaft,...)
Außerdem beraten wir bei Erziehungs- und Alltagsproblemen, helfen bei der Klärung sozialrechtlicher Fragen und vermitteln Kontakte zu anderen Fachleuten, Kindereinrichtungen, Institutionen oder anderen betroffenen Familien.